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12 Mädels, 12 Pferde in 3 Tagen! Teil 1...

Im Sommer besuchte ich einen Heide-Portfolio-Tag bei Mandy von fell.o.fie in der Nähe von Hamburg. Dort lernte ich die zuckerliebe Nadine und ihre beiden Spanier Antojo und Aslan kennen.

Wir hatten an diesem Tag nicht wirklich viel Zeit miteinander zu reden und dennoch ploppte ungefähr 1,5 Wochen nach dem kurzen Kennenlernen eine Nachricht bei Instagram von Nadine auf. Sie wollte für ihren Stall und ihre Pferdemädels ein Shootingwochenende buchen. Ich fragte nichts ahnend nach der ungefähren Anzahl und musste kurz schlucken, als ich ihre Antwort sah… 12 Pferdemädels hatten sich angemeldet! 12!!!

Ich wusste im ersten Moment nicht so recht, ob ich vor Freude durch die Wohnung springen sollte oder ob ich das überhaupt schaffen könnte. Aber wie sagt man so schön: „No risk, no fun!“


Nadine und ich hatten in den nächsten Tagen und Wochen sehr viel Kontakt und haben vorab versucht, so gut wie möglich alles zu planen. Und wer nun denkt, das ist doch alles kein Problem… ich möchte noch einmal anmerken, dass es sich hier um 12 verschiedene Pferdefrauen handelte. Jeder aus der Reiterszene weiß, dass Pferdemenschen immer etwas verrückt sind. Natürlich nehme ich mich da nicht von aus und meine es zu 100% liebevoll!

Ich erstellte einen groben Zeitplan für das Wochenende und Nadine versuchte ihr Bestes, um jeden ihrer Einsteller mit der gewünschten Zeit zu versorgen. Und was soll ich sagen: sie hat es einfach super hinbekommen!


Als das Shootingwochenende näher rückte, setzte ich mich an einem freien Tag hin und telefonierte die Kundinnen ab. Kurzes Absprechen, wie das Shooting ablaufen wird, was von dem jeweiligen Besitzer gewünscht wird, ein bisschen Stylingberatung natürlich auch und nicht zu vergessen: auf jede Frage der Kundin antworten. Ich kann mich noch genau an den häufigsten Satz erinnern: „Ich finde mich ja eigentlich nicht so schön und möchte nicht unbedingt mit aufs Foto“. Und was soll ich sagen, jede Frau und jedes Mädel war perfekt und natürlich wurden im Nachhinein am meisten Bilder mit Pferd und Mensch ausgewählt. Aber das gehört eben auch zu einer guten Vorbereitung; man sollte versuchen, dass die Kundinnen sich nicht unter Druck gesetzt fühlen und einfach ein wenig den Zwang vorab rausnehmen. Oh, dann fällt mir zu den Telefonaten doch gleich noch etwas ein. Katharina (eine der 12 Frauen) und ich haben, ohne zu übertreiben, gute 1,5 bis 2 Stunden telefoniert. :D Quatschtanten unter sich…

Dann war es soweit. Meine kleine Reisetasche mit den nötigen Kleidungsstücken wurde gepackt, das Equipment gesäubert, die Speicherkarten geleert, die Akkus geladen und das Auto bis unters Dach vollgepackt.


Es ging los – auf nach Loxstedt!


Eine Autofahrt und einen breitgesessenen Hintern später trudelte ich bei Nadine ein und wurde mit einem breiten, liebevollen Grinsen von ihr begrüßt. Sie zeigte mir kurz ihren Hof und ich packte meine Reisetasche in ihr süßes Gartenhaus, in dem ich die zwei Nächte schlafen durfte.

Danach fuhren wir gemeinsam zu dem Stall, wo uns Christina schon ganz aufgeregt mit der „Was soll ich anziehen“-Frage entgegenkam. Und nur zur Info, Christina sah toll in ihrem schwarzen Jumpsuit und dem goldenen Kopfschmuck aus. Nadine und ich tranken noch kurz einen schnellen Kaffee und dann war es auch schon Zeit für die 3 Shootings am Freitag.


Freitag Nachmittag bis abends:


Geplant waren 4 Stunden und 3 Kundinnen gleichzeitig zu fotografieren. So hat jeder ungefähr immer die gleiche Lichtstimmung und die Mädels können, wenn jemand anderes vor der Linse steht, einmal luschern, das Outfit wechseln oder einfach eine kurze Pause mit warmer Jacke machen. Naja, so die Theorie.

Christina, Anne und Melanie mit ihrer Tochter Laura hatten da aber eine etwas andere Planung verstanden, denn sie dachten, dass alle nacheinander an der Reihe sind. Aber alles halb so schlimm. Während ich Christina und ihren dunkelbraunen Sultan vor der Linse hatte, hat sich Anne zusammen mit ihrem Spanier Faro fertiggemacht.


Christina hatte sich hauptsächlich Fotos vor schwarzem Hintergrund gewünscht und Nadines Scheuneneingang war dafür perfekt. Ach und übrigens, Nadine ist eine super Pferde-Animateurin!


Während Anne auf der eingezäunten Wiese mit Faro posierte, wechselte Christina noch einmal zu einem sportlichen Turnierlook und auch Melanie bereitete sich inzwischen mit ihrer Tochter auf das Shooting vor. Also zeitlich lief das super!


Auf der Wiese ließ Anne ihr Pferd ein paar Runden am langen Strick laufen für Bewegungsbilder und sie muss so von ihm beeindruckt gewesen sein, dass sie ganz vergaß den Strick festzuhalten. Schwups, da galoppierte der schöne Faro auch schon querbeet über die Wiese. (1. Kleines Missgeschick – wie viele werden es wohl??) Da die Weide eingezäunt und direkt am Stall war, stellte der Miniausbruch keine Schwierigkeiten dar. Aber in solchen Momenten weiß man Shootinghelfer umso mehr zu schätzen!



Kurz darauf fotografierte ich Anne ebenfalls im Eingang vom Scheunentor für die schwarzen Hintergrundbilder.

Melanie ist zusammen mit der Stallfreundin Sabine und ihrer Tochter Laura zum Bach in Stallnähe geritten. Eine süße kleine Location mit viel Grün und zu dieser Tageszeit schönem, sanften Licht. Nadine war natürlich auch wieder als Helferlein dabei und entdeckte ganz dicht ein verdächtiges Auto. Der ältere Herr in dem Kleinwagen starrte die ganze Zeit in unsere Richtung und natürlich werden Mütter in solchen Situationen zur Löwin. Nadine stiefelte los, fragte ihn, was er denn dort möchte und als er sagte, dass er auf einen geheimen Zeugen wartete, reichte wohl schon ein Löwenmamablick von Nadine und der Herr verschwand. Schon merkwürdig gewesen, aber ich war auch beruhigter, als er weg war. Mellis Tochter knuddelte mit ihrem Pony Twix, während aus dem Hinterhalt immer wieder die Stimme ihrer Mutti Melanie zu hören war. (Lächeln, Haare aus dem Gesicht, Lächeln,…)

Ich musste mir doch glatt dabei ein Grinsen verkneifen, vor allem, als Laura genervt die Augen verdrehte. Welche Tochter kennt diese Momente nicht?! Aber wenn wir ganz ehrlich sind, dann lieben wir unsere Muttis genau dafür!

Laura wollte eigentlich gerne ein paar Bilder mit ihrem Pony im Wasser, aber er fand die Idee nicht so super und stellte sich stur. Tja, Ponys haben eben ihren eigenen Kopf und trotzdem finden wir sie alle zuckersüß. Die wissen wie es geht. Aber Laura hat auch ohne nasse Füße wunderbare Bilder vom Schmusen bekommen.


Kaum waren wir alle am Stall angekommen, da drückte uns Nadine schon ein kleines Glas Fruchtsekt in die Hand und wir quatschten in gemütlicher Stallrunde über den Tag. Alle mit einem Lächeln im Gesicht und ich mit voller Speicherkarte. 1. Tag Shootingtag erfolgreich gemeistert!


Als kleine Überraschung ging es für Nadine, Franzi und mich frisch geduscht noch zum Italiener lecker essen. Franzi und Nadine sind schon eine ganze Weile richtig gute Freundinnen und lustigerweise habe ich Franzi zusammen mit ihrem PRE Hengst Faraon auch auf dem Heide-Portfolio-Tag kennengelernt. Mit vollen Bäuchen setzte sie uns bei Nadine zu Hause ab und wir flitzten müde, aber zufrieden ins Bett.


Fortsetzung folgt in Teil 2 ...

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